Plakate zwischen Wahn und Wirklichkeit

Auftrag
Sensibilisierungskampagne "Wahn oder Wirklichkeit?"

Medium
Plakatkampagne mit 38 verschiedenen F4- und F12 Plakatsujets in Basel und OOH-Booklet-Dispenser in Trams und Bussen im TNW-Netz.

Credits
Verantwortlich bei crbasel:
Gabriel Heuberger (CD)
Alain Szerdahelyi (AD)

Kunde
Gesundheitsdepartement Basel-Stadt

Jahr
2014

🏆 APG Swiss Poster Awards 2014 Bronze Gewinner in der Kategorie "Poster Innovations"

Ausgangslage
Psychose ist keine Randerscheinung. Rund 0,5 % der Menschen erkranken im Lauf ihres Lebens daran — unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Einkommen. Für Aussenstehende bleibt die Krankheit trotzdem abstrakt. Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt wollte Verständnis schaffen für eine Wahrnehmung, die sich nicht erklären, sondern nur erfahren lässt.

Idee
Nicht über Psychose reden, sondern sie spürbar machen. Über 30 Plakatmotive übersetzen die Impressionen und Visionen, die Betroffene bedrängen können, in den ganz normalen Basler Stadtraum. Der Kniff liegt in der Platzierung: Die Sujets sind so präzise in ihre reale Umgebung eingebettet, dass man beim Vorbeigehen kurz stutzt — echt oder nicht? Genau dieser Moment der Verunsicherung ist die Botschaft. Die Unterzeile macht ihn eindeutig: «Für Sie ein Plakat. Für Psychose-Erkrankte Realität.»

Umsetzung
Über 30 individuelle Motive, jedes für seinen Standort gebaut. Eine eigene Standortsuche stellte sicher, dass die Plakate an gut frequentierten und zugleich zum jeweiligen Sujet passenden Stellen hingen — die Wirkung entsteht erst im richtigen Kontext. Ergänzt wurde die Aussenwerbung durch themenspezifische Flyer, unter anderem aufgelegt in den Trams, sowie weiterführende Informationen online.

Wirkung
Die Kampagne fand über die Strasse hinaus Beachtung und wurde in der Schweizer Fachpresse dokumentiert. Sie ist Teil der langjährigen Sensibilisierungsarbeit des Kantons unter dem Label
allesgutebasel.ch — ein Auftraggeber, der auf wiederkehrende Zusammenarbeit setzt.

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vitra. V-Foam

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